Klettern im Sauerland

Walter Bonatti:
"Die Berge meines Lebens"

Buch David Lama "High"

Am 13. September 2011 ist der italienische Alplinist Walter Bonatti Im Alter von 81 Jahren an einem Krebsleiden verstorben. Er gehörte zu den herausragenden Alpinisten des 20. Jahrhunderts. Der nach ihm benannte Bonatti-Pfeiler an der Petit Dru, die Grand Capucin Ostwand, die Nordwände der Drei Zinnen im Winter, die italienische Expedition zum K2, seine Solobegehung der Matterhorn Nordwand – all diese alpinistischen Leistungen sind mit Walter Bonatti verbunden.

Mit seinen Erstbesteigungen und Neurouten hat er Alpingeschichte geschrieben. Bedeutend hierbei sein sechstägiger Alleingang auf den Südwest-Pfeiler des Petit Dru im Mont-Blanc-Massiv, der heute »Bonattipfeiler« genannt wird.

Zehn Jahre später, im Februar 1965, beendete er das extreme Bergsteigen für sich mit einer Solo-Winterdurchsteigung der Matterhorn-Nordwand auf einer neuen direkten Führe, für die er drei Biwaks in der Wand benötigte und die bis heute nur zwei Wiederholungen hat.

Die meisten seiner Bergabenteuer sind in dem Buch "Die Berge meines Lebens" zusammengefasst. Hier beschreibt er seine Erlebnisse an vielen Bergen wie dem Cerro Torre, die Winterbesteigung der Grandes-Jorasses-Nordwand, Expeditionen zum K2 und zum Gasherbrum IV, die Besteigung des Rondoy Nord in Peru sowie die vielen abenteurlichen Besteigungen in der Bergwelt des Mont Blanc.
Ob in den großen Wänden der Alpen, in Südamerika oder an den Achttausendern im Himalaya - wo Bonatti geklettert ist, hat er Maßstäbe gesetzt. Für Bonatti selbst war das Bergsteigen auch eine Suche nach den eigenen Grenzen. Er liebte die Berge. "Ich liebte die Berge für ihre prächtigen Landschaften und die damit verbundenen Emotionen und Erinnerungen; vielleicht liebte ich sie aber noch viel mehr für jenes Gefühl der Freiheit und der Lebensfreude, die ich nur dort oben fand."

Für sein außergewöhnliches alpinistisches Lebenswerk wurde Walter Bonatti im Jahr 2009 mit dem Bergsteigerpreis des Piolet d’Or geehrt.

Buchauszug: Zur Besteigung der Ostwand des Grand Capucin ... "Unsere Lippen brennen vor Durst. Wir befinden uns seit zwei Tagen in der Wand und haben bereits zwei von drei Wasserflaschen geleert. Es ist schon Nacht, als wir etwas neben dem Dach einen kleinen Biwakplatz finden - welch ein Glück, sonst hätten wir die Nacht in den Seilen hängend verbringen müssen. Die Felsstufe ist winzig und ausgesetzt, aber wir können uns immerhin einer neben dem anderen hinsetzten und die Beine ins Leere baumeln lassen."

Buchbeschreibung des Verlags
Die Berglegende Walter Bonatti schreibt in seinem Buch über seine größten Erfolge und Niederlagen am Berg. Er gilt als einer der begabtesten Bergsteiger aller Zeiten: ein großer italienischer Alpinist und Abenteurer. Mit seinen Erstbesteigungen und Neurouten hat er Alpingeschichte geschrieben, angefangen von der Ostwand des Grand Capucin im Montblancmassiv über Touren in Peru, in Patagonien und im Himalaja bis hin zum großartigen Finale, der Winterdurchsteigung der Matterhornnordwand im Alleingang.
Für Bonatti selbst, der unter den Entbehrungen des Krieges eine harte Jugend erlebt hatte ("Ich hatte kaum Geld, war sogar ehre arm, aber voller Begeisterung."), war das Bergsteigen in erster Linie eine Suche nach den eigenen Grenzen. Und sobald er an diese Grenzen gelangte, hat er sie mit seiner Entschlossenheit und seinem Einfallsreichtum verschoben. Mit Verve und stilistischer Brillanz erzählt Bonatti von seinen Gratwanderungen in der Vertikalen, von den Grenzgängen zu den höchsten Gipfeln und zu sich selbst.

Presse: "Ein heroischer Einzelgänger zieht Bilanz." Die Zeit
"Ein Mensch mit einer faszinierenden Gradlinigkeit." Alpin


Walter Bonatti: Die Berge meines Lebens
Paperback/Klappenbroschüre, 448 Seiten, 18 x 12,2 x 3,4 cm
Mit 24 Seiten Farbbildteil und 56 Schwarz-Weiß-Abbildungen. Preis: 15,95 Euro (D)
ISBN: 9783492403900
Weitere Infos beim Piper Verlag / National Geographic: www.piper-verlag.de


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